Auswirkungen des demographischen Wandels auf politische Einstellungen und politisches Verhalten in Deutschland

Fragestellung/Ziel: 

Der demographische Wandel ist eine der zentralen Herausforderungen für Deutschland in den kommenden Jahrzehnten. Der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung wird deutlich zunehmen. Dabei werden bisher überwiegend daraus folgende sozialpolitische und wirtschaftliche Probleme wissenschaftlich untersucht. Der demographische Strukturwandel hat aber auch potentiell erhebliche Implikationen für das politische Denken und Verhalten der Bürger. Sind Polarisierungstendenzen im politischen Meinungsbild und im politischen Verhalten der Generationen feststellbar? Welche Konsequenzen hat ein diesbezügliches "Auseinanderdriften" von Jung und Alt für die Stabilität und Akzeptanz des politischen Systems? Diese im Mainstream der vorliegenden Forschung bisher weitgehend vernachlässigten Fragen zu den Folgen des demographischen Wandels für politische Einstellungen und Verhaltensweisen der Bürger stehen im Mittelpunkt des beantragten Projekts.

Arbeitsstand: 

Im Jahr 2013 lag der Fokus auf der Fertigstellung der Monographie, welche die Forschungsergebnisse des Projekts bündelt und dabei über bereits veröffentlichte Resultate hinausgeht. Auf der Grundlage verschiedener Datenquellen und empirischer Methoden werden das politische Verhalten und die politischen Einstellungen von Bürgern in einer alternden Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht. Das Manuskript wird zu Beginn des kommenden Jahres beim Nomos Verlag eingereicht.

Fact sheet

Finanzierung: 
VW-Stiftung, Universität Mannheim
Laufzeit: 
2009 bis 2014
Status: 
beendet
Datenart: 
Standardisierte Umfragen, Aggregatdaten, qualitative Interviews (Gruppendiskussionen)
Geographischer Raum: 
Deutschland

Veröffentlichungen

Bücher

Konzelmann, Laura, Michael Bergmann und Hans Rattinger (2014): Demographic Change in Germany - its Political Consequences. Baden-Baden: Nomos. [Studien zur Wahl- und Einstellungsforschung; 27] mehr