Bildungs- und Berufsverläufe von Studienabbrechern

Fragestellung/Ziel: 

Rund 20-25% der Studienanfänger an Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland erreichen nie einen Hochschulabschluss. Dies wird in der Regel als Misserfolg wahrgenommen, die Gründe für einen Studienabbruch sind aber ebenso vielfältig wie die darauf folgenden Bildungs- und Berufsverläufe. Während aber eine Reihe von Studien die Ursachen für den Studienabbruch eingehend untersuchen oder die Zukunftspläne und den Verbleib der Abbrecher unmittelbar nach der Exmatrikulation ermitteln, sind die langfristigen Lebensverläufe von Studienabbrechern unerforscht. In dem geplanten Forschungsprojekt sollen die langfristigen Bildungs- und Berufsverläufe von Studienabbrechern untersucht werden. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei dem Status- und Kompetenzerwerb durch Job-Mobilität, betriebliche und außerbetriebliche Fort- und Weiterbildungen gewidmet werden. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche Rolle die eigenen, elterlichen und Partner-Ressourcen bei Übergangsentscheidungen innerhalb der Bildungs- und Berufsverläufe spielen.

Arbeitsstand: 

2015 erfolgte eine Untersuchung des Übergangs der Studienabbrecher/innen und Studienabsolvent/innen in den Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung von Kontextvariablen wie z.B. der Arbeitslosenquote. Außerdem ist ein Manuskript zum Thema “Frauen in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)” entstanden. Die Ergebnisse zu den Bildungsverläufen sowie den Abbruchrisiken von Frauen in MINT-Fächern wurden auf der BAGSS-Konferenz in Bamberg vorgetragen.

Fact sheet

Finanzierung: 
DFG
Laufzeit: 
2012 bis 2016
Status: 
beendet
Datenart: 
National Educational Panel Study (NEPS)
Geographischer Raum: 
Deutschland

Veröffentlichungen