Die Governance von Aktivierungspolitiken in Europa: Unterschiedliche Antworten auf gemeinsame Herausforderungen?
Wohlfahrtsstaaten in Europa haben sich einem Wandel von passiven zu aktiven und aktivierenden arbeitsmarktpolitischen Instrumenten unterzogen. Obwohl es eine Vielzahl von Studien gibt, die diese nationalen Instrumente analysieren und vergleichen, wissen wir noch vergleichsweise wenig wie diese Systeme gesteuert werden. Die zentrale Fragen dieser Studie lauten daher:
- Welche Faktoren erklären Tendenzen der institutionellen Konvergenz und Divergenz in der Governance von Aktivierung?
- Wie werden die Beschlüsse von politischen Entscheidungsträgern lokal implementiert, warum in dieser Art und mit welchen Konsequenzen?
Durch die Beantwortung dieser Fragen werden nicht nur neue gesellschaftlich relevante Erkenntnisse gewonnen, sondern auch ein theoretischer Beitrag zum besseren Verständnis von institutionellem Wandel, Diffusion politischer Ideen und von sozialem Lernen geleistet. Während im ersten Teil der Studie die verschiedenen Aktivierungssysteme westeuropäischer EU Länder vorgestellt und deren Entwicklungen seit den achtziger Jahren nachgezeichnet werden, wird im zweiten Teil auf vier Fälle näher eingegangen: Dänemark, Deutschland, Niederlande und das Vereinigte Königreich. Diese vier reformorientierten Länder wurden ausgewählt, da sie konvergierende Verwaltungsstrukturen aufzeigen und dennoch divergierende lokale Umsetzungsstrategien verfolgen.
Ein neuer Drittmittelantrag ist gegenwärtig in Entwicklung. Weitere Hintergrundinformationen wurden aufbereitet, neue Papiere auf internationalen Kongressen und Workshops präsentiert und mehrere Artikel wurden publiziert bzw. sind im Begutachtungsverfahren oder im Druck.
