Die Wohlfahrt öffentlicher Beschäftigter im europäischen Vergleich

Fragestellung/Ziel: 

Das wichtigste Ziel des Projekts besteht in der Untersuchung der wohlfahrtstaatlichen Ausgestaltung der Gesetzgebung bezüglich öffentlicher Beschäftigter in mehreren europäischen Ländern, ihrer Vorbedingungen und Folgen. Im Zentrum des Projekts stehen die Institutionen des Sozialschutzes für öffentliche Bedienstete und deren notwendige Anpassung an die sich verändernden Rahmenbedingungen. Solche externen Herausforderungen, wie u.a. die Expansion der öffentlichen Beschäftigung und die daraus folgende Krise der Staatsfinanzen, die demographische Alterung, werden mit Bezug zum institutionellen Wandel des Sozialschutzes für öffentliche Bedienstete analysiert. Das Ausmaß der öffentlichen Beschäftigung und die Struktur des Sozialschutzes beeinflussen die objektiven Lebensbedingungen und die Lebensqualität von öffentlichen Beschäftigten in erheblichem Maße. Das Projekt wird die Effekte dieser Anpassungen in der öffentlichen Beschäftigung und die Wirkungen dieser Reformen des Sozialschutzes für öffentliche Beschäftigte auf die soziale Lage öffentlich Beschäftigter untersuchen. Zwei unterschiedliche Wege hinsichtlich Datensammlung und Datenanalyse werden beschritten: erstens werden detaillierte und standardisierte Länderprofile für die süd- und nordeuropäischen Länder erstellt. Diese beiden Ländergruppen wurden ausgewählt, weil sie am unterschiedlichsten sind und zwei Extreme in Hinblick auf ihre nationalen öffentlichen Dienste darstellen. Solche detaillierten Länderstudien sind notwendig, um „hermeneutisch“ die historische Entwicklung der Institutionen des Sozialschutzes öffentlicher Bediensteter und ihrer Rechtsposition zu "verstehen", von welchen beiden Faktoren anzunehmen ist, dass sie die Lebenslage öffentlicher Bediensteter erheblich determinieren. Zweitens sollen vergleichende Analysen für die gesamte Europäische Union durchgeführt werden, basierend auf großen sozialen Surveys (wie der EU Arbeitskräftestichprobe (EULFS), dem ECHP, und EU-SILC), in Hinblick auf die objektiven Lebensbedingungen (Einkommen, Pensionen, Arbeitszeit, etc.).

Arbeitsstand: 

Ein Projektantrag zur Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft wurde entwickelt und im August 2015 bei der DFG eingereicht. Die Entscheidung über eine Projektförderung wird für das erste Quartal 2016 erwartet. Die Arbeit an der Länderfallstudie zu Schweden wurde fortgesetzt; sie nähert sich ihrer Fertigstellung. Dieses Länderprofil gibt einen sehr detaillierten Überblick über die wichtigsten sozialen Charakteristika und Entwicklungen im Bereich des schwedischen öffentlichen Sektors bzw. der öffentlichen Beschäftigten. Es wird als Modell für die Abfassung der geplanten weiteren Länderprofile des Projektes dienen.

Fact sheet

Finanzierung: 
MZES
Laufzeit: 
2011 bis 2018
Status: 
in Vorbereitung
Datenart: 
Amtliche Statistik, soziale Surveys wie das ECHP, EU-SILC, der EULFS und nationale soziale Surveys, Rechtsquellen
Geographischer Raum: 
Nordeuropa: Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden; Südeuropa: Griechenland, Italien, Portugal, Spanien

Veröffentlichungen