Hybride Kriege mit Information

Fragestellung/Ziel: 

Der Krieg zwischen großen Mächten um die Herzen und Köpfe der Menschen ist mindestens so wichtig wie mit konventionellen Waffen ausgetragene Konflikte. Das jüngste Beispiel ist der hybride Propagandakrieg, der von Russland gegen westliche Staaten geführt wird. Dabei handelt es sich um einen gut finanzierten, geschickten und mit vielfältigen Mitteln unternommenen Versuch, russische Sichtweisen und Standpunkte in westlichen Öffentlichkeiten zu verbreiten. Vorliegende Arbeiten beschreiben diese Versuche der strategischen Einflussnahme. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, die Verbreitung und die Effektivität dieser Formen der Propaganda in westlichen Gesellschaften zu untersuchen. Ausgehend von Theorien der Internationalen Beziehungen, der öffentlichen Meinung und der Psychologie wird die Frage analysiert, welche Formen der strategischen (Des-)Information aus dem Ausland wirksam sind und welche nicht. Darüber hinaus soll geklärt werden, inwieweit Individual- und Kontextmerkmale diese Wirkungen beeinflussen. In methodischer Hinsicht wird das Projekt unter anderem auf Experimente im Rahmen von Bevölkerungsumfragen zurückgreifen, die in verschiedenen westlichen Staaten durchgeführt werden.

Arbeitsstand: 

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stand die Untersuchung der Verbindung zwischen der Verbreitung autoritärer Prädispositionen und politischer Mobilisierung durch politische Eliten in Demokratien. Ferner wurden Daten für beispielhafte Fallstudien erhoben und ausgewertet. Die vorgesehene Präsentation der Forschungsergebnisse auf Konferenzen musste wegen der Covid-19 Pandemie entfallen.

Fact sheet

Finanzierung: 
MZES
Laufzeit: 
2016 bis 2023
Status: 
in Vorbereitung
Datenart: 
Umfragen
Geographischer Raum: 
Europa, USA

Veröffentlichungen