Individuelle Reaktionen auf internationale Demokratisierungsmaßnahmen (IRIDA)

Fragestellung/Ziel: 

Das Projekt beschäftigt sich mit der internationalen Demokratieförderung und verfolgt dabei drei Ziele: Konzeptionelle Innovation, Datenerhebung und Überprüfung von Hypothesen. Zunächst werden verschiedene Typen von Demokratisierungsmaßnahmen externer Akteure konzeptualisiert: Evaluierungen (ob es wie gewünscht offene Wahlen gab) und Interventionen (die für den Fall positiver Evaluationsergebnisse Unterstützungsleistungen in Aussicht stellen). Das Projekt entwickelt eine Theorie über den Einfluss unterschiedlicher Kombinationen von Interventionen auf die individuellen Einstellungen gegenüber demokratischen Rechten, gegenüber bestimmten politischen Parteien und gegenüber externen Akteuren. Die Theorie geht davon aus, dass die individuellen Reaktionen von den Einstellungen der befragten Person gegenüber der Regierungspartei und gegenüber dem externen Akteur, zusammen mit den erwarteten Vorteilen einer Zustimmung zur Position der externen Akteure abhängen. Um Daten zu erheben, werden repräsentative Umfragen in Ungarn, der Slowakei, Serbien, Bosnien, der Ukraine und der Türkei durchgeführt. Mit den neuen Daten lassen sich dann Hypothesen testen dazu, wer seine Meinung auf welche Weise ändert, wenn externe Akteure intervenieren, um Demokratisierung zu fördern. Es sind Anträge an europäische und/oder deutsche Geldgeber (DFG) für eine dreijährige Finanzierung geplant.

Arbeitsstand: 

Auf Grundlage der Ergebnisse des Projekts werden zusammen mit Johannes Bubeck zwei Artikel und ein Buchmanuskript erstellt werden. Zwei weitere Artikel sind derzeit unter Begutachtung. Die Drittmittelkomponente des Projekts wird mit dem Projekt B3.18 (The Hybrid Wars of Information) zusammengeführt, so dass für dieses kein separater Förderantrag gestellt wird. Das IRIDA-Projekt wird voraussichtlich bis zum Sommer 2017 abgeschlossen.

Fact sheet

Finanzierung: 
DFG
Laufzeit: 
2014 bis 2019
Status: 
laufend
Datenart: 
repräsentative Umfragen
Geographischer Raum: 
Ungarn, Slowakei, Serbien, Bosnien, Ukraine und Türkei

Veröffentlichungen