Intermediäre Organisationen und der Wandel der Wertorientierungen in politischen Subkulturen: Ein Fünf-Länder-Vergleich | Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung

Intermediäre Organisationen und der Wandel der Wertorientierungen in politischen Subkulturen: Ein Fünf-Länder-Vergleich

Fragestellung/Ziel: 

Ziel dieses Projekts ist die Entwickung eines Modells über die soziale Vermittlung individueller Wertorientierungen, Einstellungen und Verhaltensweisen sowie dessen empirischer Test. Die Werteforschung hat sich bisher auf die Messung und Analyse der subjektiven Komponenten von Wertorientierungen konzentriert und den Aspekt ihrer institutionellen Vermittlung vernachlässigt. In diesem Projekt spielen intermediäre Organisationen eine zentralle Rolle. Ihre Bedeutung für Kontinuität oder Wandel individueller Wertorientierungen und Verhaltensweisen soll in diesem Projekt untersucht werden. Das Untersuchungsobjekt ist daher der durch den sozialen Mobilisierungsschub der sechziger Jahre in den westlichen Gesellschaften ausgelöste Wandel der Wertorientierungen, der alle zentralen Lebensbezügen wie Familie, Arbeit, Bildung, Politik und Religion erfaßt hat. Die Strukturierung individueller Wertorientierungen und die soziallen Kontrolle des Verhaltens durch intermediäre Organisationen erfolgt am ausgeprägtegsten in politischen Subkulturen. Daher bilden die vier Konkordanzdemokratien Belgien, die Niderlande, Österreich, die Schweiz sowie Italien unser Ländersample. Die stärksten Erosionen sozialer Bindungen durch den Wertewandel erfuren jeweils die katholischen Sozialmilies, die daher vergleichend untersucht werden sollen. Ein wesentliches Teilziel dieses Projektes ist zugleich der systematische Aufbau einer Datenbank über intermadiäre Organisationen.

Fact sheet

Finanzierung: 
DFG
Laufzeit: 
1996 bis 1998
Status: 
beendet
Geographischer Raum: 
Belgien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Italien

Veröffentlichungen