Koalitionspolitik vor der Wahl

Fragestellung/Ziel: 

Unter welchen Bedingungen sind Parteien bereit vor der Wahl Koalitionen einzugehen? Das Projekt „Koalitionspolitik vor der Wahl“ verbindet koalitionsspezifische Wahlentscheidungen auf Seiten der Wähler mit den strategischen Überlegungen von Parteien bereits während Wahlkampagnen über mögliche Koalitionen zu sprechen. Ein theoretisches Modell erlaubt konkrete Erwartungen abzuleiten, unter welchen Bedingungen Parteien bestimmte Kampagnenbündnisse eingehen sollten, aber auch welche Bündnisse sie aktiv verneinen und über welche Koalitionsoptionen sie besser schweigen sollten. Zur empirischen Überprüfung der theoretischen Erwartungen erarbeitet das Projekt unterschiedliche Datengrundlagen. Eine vergleichende Datenbank verbindet Informationen zu Koalitionssignalen in nationalen Wahlkampagnen mit Präferenzen der Wählerschaft für verschiedene Koalitionsoptionen. Diese vergleichende Perspektive wird ergänzt durch detaillierte experimentelle Studien ausgewählter Wahlkampagnen in Deutschland und den Niederlanden 2017.

Arbeitsstand: 

Wir haben einen Forschungsantrag fertig gestellt und bei der DFG eingereicht. Darüber hinaus haben wir zwei Manuskripte überarbeitet, die hilfreich für die Entwicklung der Ideen im Forschungsantrag waren. Beide Manuskripte wurden mittlerweile zur Veröffentlichung angenommen, eines in Electoral Studies und das andere im Journal of Politics.

Fact sheet

Finanzierung: 
DFG
Laufzeit: 
2015 bis 2020
Status: 
laufend
Datenart: 
Vergleichende Datenbank von Koalitionsignalen; Längsschnittstudie in Deutschland und den Niederlanden
Geographischer Raum: 
Detaillierte Studien in Deutschland und den Niederlanden; Vergleichende Studie: zwanzig Länder mit Mehrparteiensystem

Veröffentlichungen