Mediale Konfliktaustragung im internationalen Vergleich

Fragestellung/Ziel: 

Die Projekt zielt darauf ab, einen grundlegenden, wenn auch etwas vernachlässigten Kontext demokratischen Regierens zu erhellen, nämlich die Rolle medialer Kommunikation für die politische Konfliktaustragung in westlichen Demokratien. Mediale Konfliktaustragung stellt ein Kernelement moderner Demokratien dar und nimmt einen prominenten Platz in den meisten zeitgenössischen Demokratietheorien ein. Mediale Konfliktaustragung umfasst alle Formen des kommunikativ ausgetragenen politischen Konflikts, die in medialer öffentlicher Kommunikation diskutiert werden oder für die mediale öffentliche Kommunikation direkt als Mittel eingesetzt wird (z.B. organisationale oder individuelle Medienaktivität wie Blogging etc.). Das Projekt untersucht das Ausmaß, die Struktur und den Stil medialer Konfliktaustragung in sechs Demokratien. Es geht der Frage nach, wie die Muster der medialen Konfliktaustragung in Abhängigkeit von drei Gruppen von Kontext- und Medienvariablen variieren: (a) der Art des politischen Systems (Mehrheits- versus Konsenssystem), (b) der Existenz einer tiefen kulturellen Spaltung (umstrittener versus unumstrittener Säkularismus) und (c) dem Typ des Medienforums (traditionelle versus neue Medien sowie Nachrichten- versus Meinungsmedien). Die Merkmale der medialen Konfliktaustragung werden mit Hilfe von automatisierten und nicht-automatisierten Formen quantitativer Medieninhaltsanalyse erhoben.

Fact sheet

Finanzierung: 
MZES
Laufzeit: 
2012 bis 2016
Status: 
in Vorbereitung
Datenart: 
Quantitative Medieninhaltsdaten (eigene Datenerhebung)
Geographischer Raum: 
6 westliche Demokratien

Veröffentlichungen