Partnerschaftsbildung im Kontext von Migration: Determinanten und Konsequenzen

Fragestellung/Ziel: 

Das Projekt untersucht den Prozess der Partnerschaftsbildung von neu angekommenen (männlichen) Einwanderern im Kontext  ungleicher Geschlechterverteilung und ausgeprägter kultureller und sozialer Distanz der Neuankömmlinge zur autochthonen Mehrheitsbevölkerung der Gastländer. Dabei bezieht es beide Perspektiven ein, d. h. es wird das Zusammenspiel zwischen (subjektiven) Einstellungen in der Mehrheitsbevölkerung der Aufnahmegesellschaft und den individuellen Präferenzen und Einschränkungen der Einwanderer untersucht. Da transnationale Ehen bei Zuwanderern, insbesondere Muslimen, häufig vorkommen, ist diese Art der Partnerwahl für das Projekt von besonderem Interesse. Auf Basis vorhandener Daten zu früheren Migrantenkohorten sollen die Integrationsaussichten von Zuwanderern, ihren Partnern und deren Nachkommen in transnationalen, intraethnischen und interethnischen Ehen in der strukturellen, sozialen und kulturellen Dimension verglichen werden.

Arbeitsstand: 

2019 arbeitete das Team am konzeptionellen Rahmen, die Forschungsfragen wurden formuliert und mögliche Datenquellen gesichtet. Die Breite des Themas erforderte eine getrennte Betrachtung der Determinanten der Partnerschaftsbildung einerseits und deren Folgen andererseits. Infolgedessen wurde beschlossen, sich auf den zweiseitigen Prozess der Bildung von Partnerschaften im Kontext der Flüchtlingsmigration zu konzentrieren und dabei die Rolle der sozialen Medien und des Internets unter die Lupe zu nehmen. Ein Forschungsantrag wurde ausgearbeitet und dem Europäischen Forschungsrat vorgelegt.

Fact sheet

Finanzierung: 
MZES
Laufzeit: 
2018 bis 2023
Status: 
in Vorbereitung
Datenart: 
Sekundärdaten (CILS4EU, NEPS, Pairfam, GSOEP, IQB, AID:A), Primärdatenerhebung
Geographischer Raum: 
Deutschland (mit eventueller Erweiterung auf andere europäische Länder)

Veröffentlichungen