Soziale Integration, Gesundheitsverhalten und Wohlbefinden bei Migrantinnen und Migranten

Fragestellung/Ziel: 

Ziel dieses Projektes ist es, den Zusammenhang zwischen sozialer Integration und sowohl physischem als auch psychischem Wohlbefinden von Migrantinnen und Migranten zu untersuchen. Besonders soll dabei die Rolle von Gesundheitsverhaltensweisen berücksichtigt werden. Dieses Projekt verbindet gesundheitspsychologische Theorie und Methoden mit soziologischer Theorie und Methoden zur Erforschung von Integration. Wohlbefinden ist ein wichtiger Aspekt bei der Integration von Migrantinnen und Migranten in die aufnehmende Gesellschaft, der vermehrt Forschung anregt. Beobachtende Feldstudien und experimentelle Laborstudien haben gezeigt, dass Gesundheitsverhalten – wie körperliche Aktivität – physisches und psychisches Wohlbefinden verbessern können. In diesem Projekt untersuchen wir in wie fern, durch welche Mechanismen und unter welchen Bedingungen diese Verhaltensweisen den Stress, den Menschen die kürzlich immigriert sind erleben, abpuffern können. Darüber hinaus sind alltägliche Gesundheitsverhaltensweisen wie Essen aber auch einige Arten körperlicher Aktivität sehr soziale Verhalten. Wir sind besonders daran interessiert, wie soziale Netzwerke diese Gesundheitsverhaltensweisen beeinflussen und umgekehrt. Wir möchten untersuchen wie diese gegenseitigen Einflüsse von sozialer Integration und Gesundheitsverhaltensweisen langfristig zusammenhängen. Ein besonderer Fokus wird auf der Frage liegen, ob ethnisch homogene im Gegensatz zu gemischten Netzwerken unterschiedliche indirekte Effekte auf Wohlbefinden via Gesundheitsverhaltensweisen haben. Wir untersuchen diese Fragen sowohl mit umfragebasierten und experimentellen Methoden.

Fact sheet

Finanzierung: 
MZES
Laufzeit: 
2018 bis 2021
Status: 
in Vorbereitung
Datenart: 
Sekundärdaten (u.a. CILS4EU, IAB-BAMF-SOEP), experimentelle Daten (Primärdaten, noch zu erheben)
Geographischer Raum: 
Deutschland

Veröffentlichungen