Wahlkämpfe im Wahlkreis: Individualisierung politischer Repräsentation?

Fragestellung/Ziel: 

Die Krise politischer Parteien richtet den Blick auf politische Repräsentanten als alternative Bindeglieder zwischen Bürger und Staat. Dieses Projekt untersucht die Wahlkämpfe von Kandidaten unter mehreren Gesichtspunkten im Rahmen dieser Grundüberlegung. Es hat seinen Schwerpunkt auf dem Phänomen des Wahlkampfstils und den folgenden Forschungsfragen: Wie können individualisierte Wahlkämpfe systematisch beschrieben werden? Wie unterscheiden sich solche Wahlkämpfe von parteibezogenen Wahlkämpfen? In welchem Ausmaß deuten sich in den Wahlkämpfen in europäischen Parteidemokratien Tendenzen der Individualisierung an? Welchen Faktoren befördern oder hindern solche Tendenzen? Auf der Basis eines neu entwickelten Fragebogens koordinieren wir Kandidatenbefragungen in verschiedenen Ländern in Europa und über verschiedenartige relevante Anreizstrukturen hinweg.

Arbeitsstand: 

Eine vergleichende Datenbasis mit etwa 50 Kandidaten-Umfragen, die mit dem Fragebogen der ersten Welle des Comparative Candidates Survey (CCS) erhoben wurden, ist Anfang des Jahres durch das Schweizer Datenarchiv FORS veröffentlicht worden. Gegenwärtig werden einige Umfragen aus der zweiten Welle integriert und in einer ersten vorläufigen Version einer Datenbasis zur Verfügung gestellt. Was das vergleichende Buch zur ersten Welle angeht, haben wird das Herausgeber-Team den Entwicklungen angepasst (jetzt de Winter, Schmitt und Karlson). Den Entwurf für das Buchprojekt wollen wir Anfang 2018 an Routledge schicken. Dieser Veröffentlichungsvorschlag wird eine Übersicht sowie die Einführung und zwei oder drei Beispiel-Kapitel enthalten.

Fact sheet

Finanzierung: 
Universität Mannheim, DFG, Thyssen Stiftung
Laufzeit: 
2005 bis 2018
Status: 
laufend
Datenart: 
Umfrage
Geographischer Raum: 
Europa

Veröffentlichungen

Bücher

Behnke, Joachim, Thomas Gschwend, Delia Schindler und Kai-Uwe Schnapp (Hrsg.) (2006): Methoden der Politikwissenschaft. Neuere qualitative und quantitative Analyseverfahren. Baden-Baden: Nomos. mehr