Wahlkämpfe im Wahlkreis: Individualisierung politischer Repräsentation?

Fragestellung/Ziel: 

Die Krise politischer Parteien richtet den Blick auf politische Repräsentanten als alternative Bindeglieder zwischen Bürger und Staat. Dieses Projekt untersucht die Wahlkämpfe von Kandidaten unter mehreren Gesichtspunkten im Rahmen dieser Grundüberlegung. Es hat seinen Schwerpunkt auf dem Phänomen des Wahlkampfstils und den folgenden Forschungsfragen: Wie können individualisierte Wahlkämpfe systematisch beschrieben werden? Wie unterscheiden sich solche Wahlkämpfe von parteibezogenen Wahlkämpfen? In welchem Ausmaß deuten sich in den Wahlkämpfen in europäischen Parteidemokratien Tendenzen der Individualisierung an? Welchen Faktoren befördern oder hindern solche Tendenzen? Auf der Basis eines neu entwickelten Fragebogens koordinieren wir Kandidatenbefragungen in verschiedenen Ländern in Europa und über verschiedenartige relevante Anreizstrukturen hinweg.

Arbeitsstand: 

Das Projekt ist gegenwärtig in der Hauptsache mit Datenharmonisierung und –integration der ersten Welle des Comparative Candidates Surveys (CCS)beschäftigt. Dies wird in der Hauptsache vom Schweizer Datenarchiv FORS in Lausanne erledigt; das Mannheimer Projektteam dient hier vor allem als Ratgeber. Zusätzlich arbeiten wir an einem Buch. Ein Plan für die Kapitel-Struktur wurde Anfang des Jahres 2015 erarbeitet und wir sind auf dieser Grundlage im Kontakt mit den Kapitel-Autoren. Eine abschließende Buchkonferenz soll im späten Frühjahr/Sommer 2016 stattfinden.

Fact sheet

Finanzierung: 
Universität Mannheim, DFG, Thyssen Stiftung
Laufzeit: 
2005 bis 2018
Status: 
laufend
Datenart: 
Umfrage
Geographischer Raum: 
Europa

Veröffentlichungen

Bücher

Behnke, Joachim, Thomas Gschwend, Delia Schindler und Kai-Uwe Schnapp (Hrsg.) (2006): Methoden der Politikwissenschaft. Neuere qualitative und quantitative Analyseverfahren. Baden-Baden: Nomos. mehr