Wahlkämpfe im Wahlkreis: Individualisierung politischer Repräsentation?

Fragestellung/Ziel: 

Die Krise politischer Parteien richtet den Blick auf politische Repräsentanten als alternative Bindeglieder zwischen Bürger und Staat. Dieses Projekt untersucht die Wahlkämpfe von Kandidaten unter mehreren Gesichtspunkten im Rahmen dieser Grundüberlegung. Es hat seinen Schwerpunkt auf dem Phänomen des Wahlkampfstils und den folgenden Forschungsfragen: Wie können individualisierte Wahlkämpfe systematisch beschrieben werden? Wie unterscheiden sich solche Wahlkämpfe von parteibezogenen Wahlkämpfen? In welchem Ausmaß deuten sich in den Wahlkämpfen in europäischen Parteidemokratien Tendenzen der Individualisierung an? Welchen Faktoren befördern oder hindern solche Tendenzen? Auf der Basis eines neu entwickelten Fragebogens koordinieren wir Kandidatenbefragungen in verschiedenen Ländern in Europa und über verschiedenartige relevante Anreizstrukturen hinweg.

Arbeitsstand: 

Im Jahr 2012 war ein Schwerpunkt die Vorbereitung einer zweiten Runde von Kandidatenbe­fragungen im Rahmen des Comparative Candidate Survey. Mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung wurde im Januar eine zweite Plenarversammlung der Projektbeteiligten am MZES in Mannheim durchgeführt, auf der die governing structure des Projektes präziser definiert eine Reihe von Arbeitsgruppen eingesetzt wurden. Im Laufe des Jahres wurden eine Reihe wichtiger Datensätze der Projektöffentlichkeit zugänglich gemacht (u.a. Schweden und Österreich) sowie weitere Erhebungen durchgeführt (u.a. eine Wiederholungsbefragung in den Niederlanden). Ein Gast aus Bologna war zeitweise am MZES, um die Befragung bei den Parlamentswahlen in Italien im Jahre 2013 vorzubereiten.

Fact sheet

Finanzierung: 
DFG, Thyssen Stiftung
Laufzeit: 
2005 bis 2013
Status: 
ongoing
Datenart: 
Umfrage
Geographischer Raum: 
Europa

Veröffentlichungen

Bücher

Behnke, Joachim, Thomas Gschwend, Delia Schindler und Kai-Uwe Schnapp (Hrsg.) (2006): Methoden der Politikwissenschaft. Neuere qualitative und quantitative Analyseverfahren. Baden-Baden: Nomos. mehr