Wahlkämpfe im Wahlkreis: Individualisierung politischer Repräsentation?

Fragestellung/Ziel: 

Die Krise politischer Parteien richtet den Blick auf politische Repräsentanten als alternative Bindeglieder zwischen Bürger und Staat. Dieses Projekt untersucht die Wahlkämpfe von Kandidaten unter mehreren Gesichtspunkten im Rahmen dieser Grundüberlegung. Es hat seinen Schwerpunkt auf dem Phänomen des Wahlkampfstils und den folgenden Forschungsfragen: Wie können individualisierte Wahlkämpfe systematisch beschrieben werden? Wie unterscheiden sich solche Wahlkämpfe von parteibezogenen Wahlkämpfen? In welchem Ausmaß deuten sich in den Wahlkämpfen in europäischen Parteidemokratien Tendenzen der Individualisierung an? Welchen Faktoren befördern oder hindern solche Tendenzen? Auf der Basis eines neu entwickelten Fragebogens koordinieren wir Kandidatenbefragungen in verschiedenen Ländern in Europa und über verschiedenartige relevante Anreizstrukturen hinweg.

Arbeitsstand: 

Dieses Projekt bietet den theoretischen Rahmen für den Comparative Candidate Survey (CCS). Im laufenden Jahr 2013 hat die internationale Projektgruppe des CCS eine zweite Runde Datenerhebungen verabredet und einen zweiten (Mikro-)Frage­bogen verabschiedet. Zugleich ist ein federführend am MZES integrierter Datensatz für die erste Runde durch das schweizerische Datenarchiv FORS veröffentlicht worden. Eine englische Buchpublikation über die Ergebnisse der Umfragen in der ersten Welle wird gegenwärtig vorbereitet (Hg. Lieven de Winter, Georg Lutz und Hermann Schmitt).

Fact sheet

Finanzierung: 
Universität Mannheim, DFG, Thyssen Stiftung
Laufzeit: 
2005 bis 2018
Status: 
ongoing
Datenart: 
Umfrage
Geographischer Raum: 
Europa

Veröffentlichungen

Bücher

Behnke, Joachim, Thomas Gschwend, Delia Schindler und Kai-Uwe Schnapp (Hrsg.) (2006): Methoden der Politikwissenschaft. Neuere qualitative und quantitative Analyseverfahren. Baden-Baden: Nomos. mehr