Was beeinflusst Studierende bei der Wahl einer Hochschule? Eine Längsschnittstudie mit Survey-Experimenten

Fragestellung/Ziel: 

Ziel des Forschungsprojektes ist es, neue theoretische und empirische Einsichten zum Bachelor-Master-Übergang vorzulegen. Die große Mehrheit der Bachelor-Absolventen beginnt in Deutschland ein Masterstudium. Das Projekt betrachtet diese Gruppe näher und fragt nicht nach der Entscheidung für das Master-Studium, sondern nach der für einen spezifischen Studiengang und nach den Auswirkungen dieser Entscheidung auf soziale Ungleichheit. Das Projekt konzentriert sich dabei auf klassische bildungssoziologische Theorien rationaler Wahl, berücksichtigt aber auch Theorien begrenzter Rationalität, die andere Entscheidungsregeln unterstellen und somit zu abweichenden Prognosen führen. Kernstück der Studie ist ein innovatives Längsschnittdesign mit zwei Erhebungswellen in Kombination mit faktoriellen Surveys und Choice-Experimenten. Dadurch lassen sich einerseits Determinanten von Verhaltensabsichten und die Zusammenhänge und Unterschiede zwischen Intentionen, tatsächlichen Verhaltensweisen und Ex-post-Rationalisierungen untersuchen. Auf der anderen Seite ermöglicht dieses Forschungsdesign eine genauere Betrachtung verschiedener Handlungsalternativen und der Abwägungen zwischen spezifischen Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Studiengänge. Das Projekt leistet zusätzlich einen methodischen Beitrag, indem es Bedenken hinsichtlich der prädiktiven Validität von Survey-Experimenten thematisiert und die Anwendbarkeit des Ansatzes auf Übergangsentscheidungen in der Bildungsforschung untersucht.

Fact sheet

Finanzierung: 
MZES
Laufzeit: 
2017 bis 2020
Status: 
in Vorbereitung
Datenart: 
Primärerhebung
Geographischer Raum: 
Deutschland

Veröffentlichungen

Bücher

Großmann, Daniel, und Tobias Wolbring (Hrsg.) (2016): Evaluation von Studium und Lehre. Grundlagen, methodische Herausforderungen und Lösungsansätze. Wiesbaden: Springer VS. mehr