Michèle Knodt, Beate Kohler-Koch (Hrsg.)  
  Deutschland zwischen Europäisierung und Selbstbehauptung    
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  [Mannheimer Jahrbuch für Europäische Sozialforschung, BAND 5]  
  474 S., Frankfurt / Main, Campus Verlag, 2000  
  ISBN 3-593-36618-5  
     
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Inhaltsverzeichnis

Informationen zu den Autoren

Abstract

Bereits Thomas Mann hatte die Vision, dass »Deutschland europäisch würde«. Das vorliegende Jahrbuch geht der Frage nach, inwieweit dieser Wunsch heute Realität geworden ist. In unterschiedlichen Politikfeldern und in vergleichender Perspektive wird überprüft, auf welche Weise und in welchem Ausmaß die Einbindung Deutschlands in die europäischen Organisationen zu einer Durchdringung nationaler Politik und zu einer Angleichung von Verhaltensweisen und politischen Strukturen führt. Dabei wird deutlich, dass Europäisierung keineswegs Vereinheitlichung bedeutet und sehr wohl als Strategie der Selbstbehauptung eingesetzt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort    
Einleitungen      
Beate Kohler-Koch : Europäisierung: Plädoyer für eine Horizonterweiterung
Michèle Knodt : Europäisierung: Eine Strategie der Selbstbehauptung?
1 Europäische Einbindung und Selbstbehauptung  
Peter J. Katzenstein : Gezähmte Macht: Deutschland in Europa
Markus Jachtenfuchs : Deutsche Europapolitik: Vom abstrakten zum konkreten Föderalismus
Thomas Jäger, Jens Paulus
und Katrin Winter
: Macht Führung Regeln? Die Koordinierung der Außenpolitiken der EG-Staaten im Konflikt um Jugoslawien 1991/92
Kurt P. Tudyka : Die Bundesrepublik Deutschland und die OSZE
2 Europäisierung und Selbstbehauptung über transnationale Wege  
Rolf Knieper : Begleitung in Umbrüchen und Rechtsreformen
Hans J. Kleinsteuber und Barbara Thomaß : Die Bedeutung des deutschen Rundfunkmodells für Europa
Line Olsen-Ring : Einflüsse der Maastricht-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auf die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs Dänemarks 199
Helen Wallace : Der Wandel britischer Europapolitik: Ein neuer Partner für Deutschland?
3 Europastrategien deutscher Akteure
Michèle Knodt : Europäisierung à la Sinatra: Deutsche Länder im europäischen Mehrebenensystem
Simon Bulmer und Martin Burch : Die »Europäisierung« von Regierungsinstitutionen: Deutschland und das Vereinigte Königreich im Vergleich
Andreas Maurer und Wolfgang Wessels : Die Ständige Vertretung Deutschlands bei der EU - Scharnier im administrativen Mehrebenensystem
Martin Große Hüttmann : »Die Zeit der Mandarine ist vorüber«: Deutschland und die europäische Verfassungsdebatte im Rahmen der Regierungskonferenz 1996/97
4 Europäisierung öffentlicher Aufgaben  
Thomas Conzelmann : Große Räume, kleine Räume: Die Europäisierung der Regionalpolitik in Deutschland
Tanja Malek, Annette E. Töller und Hubert Heinelt : Zwischen Bremsen und Sprinten: Deutschland und die EU-Umweltpolitik - am Beispiel der Entwicklung der Öko-Audit-Verordnung
Nils C. Bandelow und Ulrich Widmaier : Ungenutzte Optionen - Perspektiven aktiver Politikgestaltung für deutsche Akteure
Nikola Jung : Zwischen informellen Zugeständnissen und formaler Zurückhaltung - Öffentlichkeitsbeteiligung in der deutschen Umweltpolitik und die Rolle der EG
Verzeichnis der Autoren    

Autoreninformation

Dr. Nils C. Bandelow ist Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Politikwissenschaft (Vergleichende Regierungslehre und Politikfeldanalyse) an der Fa-kultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Seine wichtigsten Arbeitsfelder sind: Europäische Integration, Modelle der Politikfeldanalyse und die Gesundheitspolitik.

Dr. Simon Bulmer ist Jean-Monnet-Professor of European Politics an der Universität von Manchester. Sein Forschungsinteresse liegt auf dem Gebiet Regieren in der Europäischen Union und den Beziehungen zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten mit den Schwerpunkten Deutschland und Großbritannien.

Dr. Martin Burch ist Professor, Senior Lecturer und Director of Graduate Studies im Department of Government an der Universität von Manchester. Er arbeitet und publiziert im Bereich der Policy Analyse und der britischen Politik.

Thomas Conzelmann, M.A., ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der von der DFG geförderten Forschergruppe »Institutionalisierung internationaler Verhandlungssysteme« am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), Universität Mannheim. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Europäische Integration, insbesondere Regionalpolitik, Entwicklungszusammenarbeit, in-ternationales Regieren durch die EU und internationale Organisationen.

Dr. Hubert Heinelt ist Professor am Institut für Politikwissenschaft der Technischen Universität Darmstadt. Er arbeitet u.a. an Forschungsprojekten zu partizipativen Formen des Regierens in Mehrebenensystemen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Verwaltungswissenschaften, lokale und regionale Politikforschung und Europaforschung.

Martin Große Hüttmann, M.A., ist Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Seine Forschungsschwer-punkte sind die Legitimation von Politik in der Europäischen Union und die Reform des Föderalismus in Deutschland.

Dr. Markus Jachtenfuchs ist Privatdozent an der Universität Mannheim. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Europäische Integration und Regieren im interna-tionalen System.

Dr. Thomas Jäger ist Professor für Politikwissenschaft am Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen der Universität zu Köln. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Internationale Beziehungen und die Außenpolitik.

Nicola Jung, Dipl. Soziologin, ist Doktorandin an der Universität Mannheim im Fachbereich Politikwissenschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Demokratietheorie, der Europäischen Integration und der Umweltpolitik.

Peter J. Katzenstein ist Walter S. Carpenter, Jr. Professor of International Stu-dies in Cornell. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der vergleichenden und internationalen politischen Ökonomie, wie auch auf dem Gebiet der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik in Europa und Asien. Sein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit Regionalismus.

Dr. Hans J. Kleinsteuber ist Professor für Politische Wissenschaft und Journalistik an der Universität Hamburg und verbringt das Sommersemester 2000 als Alcatel SEL Stiftungsprofessor an der TU Darmstadt. Er ist Leiter der Arbeitsstelle Medien und Politik. Seine derzeitigen Arbeitsschwerpunkte sind: Medienpolitik und neue Technologien in Deutschland, Europa und im internationalen Vergleich.

Dr. iur. Rolf Knieper ist Professor für Zivil- und Wirtschaftsrecht an der Universität Bremen; er ist zur Zeit beurlaubt und Leiter eines von der Bundesregierung und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit finanzierten Projektes mit der Bezeichnung »Privatrechtsreform in den Transformationsstaaten«, das die juristische Zusammenarbeit mit den Staaten der GUS analysieren soll.

Dr. Michèle Knodt ist Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Politi-sche Wissenschaft II an der Universität Mannheim und Leiterin des Projektes »Regieren im erweiterten Mehrebenensystem« am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Euro-päische Integration im Bereich regionales Regieren sowie internationale Ein-bettung der EU.

Dr. Beate Kohler-Koch ist Professorin für Politische Wissenschaft an der Universität Mannheim sowie Jean-Monnet-Chair for European Integration (Ho-norary Title) und Vorstandsmitglied des Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES). Sie koordiniert seit 1996 den DFG-Forschungs-schwerpunkt »Regieren in der EU«. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der europäischen Integration und der Theorie internationaler Politik und transnationalen Regierens.

Dr. Tanja Malek ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Darmstadt, Institut für Politikwissenschaftt und arbeitet dort in Forschungsprojekten zur europäischen Umweltpolitik und Strukturfondsförderung. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist: »Regieren in der Europäischen Union«.

Andreas Maurer, Diplompolitologe, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Jean-Monnet-Lehrstuhl für Politikwissenschaft der Universität zu Köln; Stellvertretender Generalsekretär der »Trans-European Policy Studies Association« in Brüssel. Arbeitsschwerpunkte: Das Europäische Parlament, Theorien der EU-Vertragsrevision und Governance by Committees.

Dr. Line Olsen-Ring, LL.M., ist Lehrbeauftragte für Skandinavisches Recht an der Juristenfakultät der Universität Leipzig. Sie ist freiberufliche Übersetzerin für den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften und Publizistin.

Jens Paulus, M.A., ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Wissenschaftliche Politik und Europäische Fragen der Universität zu Köln. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Internationale Organisationen und transnationale Beziehungen.

Dr. Barbara Thomaß ist Mitarbeiterin am Institut für Journalistik und der Arbeitsstelle Medien und Politik der Universität Hamburg. Ihre derzeitigen Arbeitsschwerpunkte sind: Medienethik und Medien und Journalismus in West- und Osteuropa.

Dr. Annette E. Töller ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Darmstadt am Institut für Politikwissenschaft und arbeitet dort in Forschungsprojekten zur europäischen Umweltpolitik. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet »Regieren in der Europäischen Union«.

Dr. Kurt Tudyka ist emeritierter Professor der Universität Nijmegen und Ehrenprofessor der Universität Osnabrück wie auch Research Fellow am Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Gesamteuropäische Sicherheitspolitik und die US/Europa-Beziehungen.

Dr. Helen Wallace ist Direktorin des Programms des Economic and Social Research Council (ESRC) »One Europe or Several« und Ko-Direktorin des Sussex European Institute der University of Sussex in Brighton, wo sie einen Jean Monnet Lehrstuhl inne hat. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: »Pan-euro-päische« Integration, Europäisierung in verschiedenen Mitgliedstaaten im Ver-gleich sowie die britische Europapolitik.

Dr. Wolfgang T. Wessels ist Professor und Inhaber des Jean Monnet Lehrstuhls für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Er ist Vorsitzender der »Trans-European Policy Studies Association« in Brüssel. Seine Arbeitsschwerpunkte sind zur Zeit: die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, das Europäische Parlament, der Trans-Atlantic Business Dialogue und die Transformation der Verwaltungen in den Ländern Mittel- und Osteuropas.

Dr. Ulrich Widmaier ist Professor am Lehrstuhl Politikwissenschaft (Verglei-chende Regierungslehre und Politikfeldanalyse) an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Seine wichtigsten Arbeitsfelder liegen auf dem Gebiet der Europäischen Integration, der Regierungssysteme Zentral- und Osteuropas und der vergleichenden Analysen von OECD-Staaten.

Katrin Winter, M.A., ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und europäische Fragen an der Universität zu Köln. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: die europäische Integration und die Außenpolitik Großbritanniens und Deutschlands.