Familienbeziehungen und kindliches Wohlbefinden in Trennungsfamilien

Fragestellung/Ziel: 

Zahlreiche Forschungsergebnisse, vorgelegt vor allem für die USA, weisen darauf hin, dass sich die Trennung der Eltern negativ auf Kinder auswirkt und dass Kinder, die mit einem alleinerziehenden Elternteil oder mit einem Stiefelternteil leben, bei einer Reihe von kognitiven und sozialen Fähigkeiten schlechter abschneiden als Kinder, die mit beiden biologischen Eltern im Haushalt aufwachsen. Allerdings sind die Mechanismen, die zu diesem schlechteren Abschneiden führen, weit weniger klar.

Mit dem Projekt „Konflikte in Trennungsfamilien und kindliches Wohlbefinden“ soll einer der in der Literatur identifizierten Zusammenhänge näher untersucht werden. Konflikte werden häufig als Grund für die schlechtere Performanz von Kindern, die nicht in traditionellen Familienformen aufwachsen, angeführt, doch nur wenige Studien untersuchen die zugrundeliegenden Mechanismen explizit. Das umfangreiche Fragenprogramm des Deutschen Familienpanels pairfam erlaubt es uns, verschiedene Konfliktarten (z.B. zwischen den biologischen Eltern, zwischen der Mutter und ihrem neuen Partner, zwischen dem Kind und jedem biologischen Elternteil oder zwischen dem Kind und dem neuen Partner) zu analysieren. Der Fokus des Projekts liegt auf Kindern in der Altersgruppe 8 bis 16 Jahre.

Arbeitsstand: 

Das Projekt startete mit ersten Analysen der Rolle von Familienstrukturen, Familienbeziehungen, und der ökonomischen Ausstattung von Familien für das kindliche Wohlbefinden. Ein neuer Aspekt, der dabei beleuchtet wird, ist die Qualität der Stiefeltern-Kind Beziehung. Die Ergebnisse wurden auf einer Online-Konferenz präsentiert und werden momentan zur Publikation vorbereitet.

Fact sheet

Finanzierung: 
DFG
Laufzeit: 
2018 bis 2022
Status: 
laufend
Datenart: 
Survey-Daten
Geographischer Raum: 
Deutschland

Veröffentlichungen