MZES-Projektleiterin Dr. Sandra Morgenstern hat den diesjährigen Preis der Prof. Dr. Anna- und Prof. Dr. Jörg Jiri Bojanovsky-Stiftung erhalten. Die Bojanovsky-Stiftung fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Mannheim im Bereich der empirischen Erforschung gesellschaftlicher, interindividueller oder kultureller Prozesse.
Ausgezeichnet wurde die Sozialwissenschaftlerin für ihre Studie “Credibility and/or anxiety – The moderators of political information on migration” (open access). Der in der international renommierten Fachzeitschrift "Social Science Research" erschienene Aufsatz beruht auf Morgensterns Feldforschung in Nigeria für ihre Dissertation. Ihre Untersuchung testet experimentell ein theoretisches Modell aus der Psychologie in Anwendung auf die Politische Soziologie. Ein Hauptergebnis ist, dass sich irreguläre Migration mithilfe von Informationskampagnen in Herkunftsländern reduzieren lässt. Ausschlaggebend seien dafür allerdings die Inhalte, die übermittelten Emotionen und vor allem die Glaubwürdigkeit des Senders der Botschaft, so Morgenstern.
Der Bojanovsky-Preis wurde bei der Absolventenfeier der Fakultät für Sozialwissenschaften am 26. Juni 2026 verliehen. Er ist mit 1.000 Euro dotiert.