Lorenz-von-Stein-Preis für Dr. Leah von der Heyde

[Translate to German:] Leah von der Heyde

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Dissertation über große Sprachmodelle (LLMs)

Dr. Leah von der Heyde, Computational Social Scientist und Umfrage-Methodikerin am GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, wurde für ihre Dissertation mit dem Titel "Who Counts? Survey Data Quality in the Age of AI" mit dem diesjährigen Lorenz-von-Stein-Preis ausgezeichnet. Die Lorenz-von-Stein-Gesellschaft vergibt den Preis jährlich für die beste Dissertation der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

In ihrer Dissertation untersucht Leah von der Heyde, ob und unter welchen Bedingungen große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) in der Umfrageforschung genutzt werden können, indem sie empirische Belege für die Potenziale und Grenzen deren Verwendung im europäischen Kontext liefert. Die Dissertation kommt zu dem Ergebnis, dass LLMs ohne Anpassungen für die Vorhersage und Klassifizierung der öffentlichen Meinung nicht nur hinsichtlich der Genauigkeit, sondern auch hinsichtlich der Effizienz ungeeignet erscheinen. 

Leah von der Heyde wurde der Preis im Rahmen der Abschlussfeierlichkeiten der Fakultät für Sozialwissenschaften am Freitag, dem 26. Juni 2026, überreicht. 

Vor ihrer Promotion in Social Data Science and Research Methodology an der Universität Mannheim studierte Leah von der Heyde Politikwissenschaft an der LMU München, der Universität Mannheim und der Georgetown University. Sie war Mitglied des Social Data Science and AI Lab der LMU München und arbeitete für den European Social Survey bei GESIS, den Wissenschaftlichen Dienst des Europäischen Parlaments sowie für verschiedene Markt- und Meinungsforschungsinstitute in Deutschland und Schweden. Bei GESIS ist Leah von der Heyde nun Teil von KODAQS, dem Kompetenzzentrum für Datenqualität in den Sozialwissenschaften, wo sie ihre Forschung zur Verbesserung von Prognosen öffentlicher Meinung mit LLMs fortsetzt.

Leah von der Heyde wurde bei ihrer Dissertation von Dr. Alexander Wenz und Prof. Frauke Kreuter betreut und von Prof. Florian Keusch sowie Prof. Frauke Kreuter begutachtet.