Armut und Krankenversicherungen in Pakistan

Fragestellung/Ziel: 

Viele Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika leben ohne effektive Absicherung gegen existenzielle Risiken wie Krankheit, Invalidität und Erwerbsunfähigkeit. Krankheiten und Unfälle können Familien deshalb in tiefe Armut stürzen. Dieses Projekt untersucht alternative Krankenversicherungsformen für arme Haushalte und verbindet dabei die Analyse von kritischen Problemen von Versicherungsmärkten, wie adverse Selektion und moralisches Risiko, mit der empirischen Analyse der Effekte von Versicherung auf Gesundheit, Arzt- und Krankenhausbesuche, Kinderarbeit, Konsumglättung und Migration. Langfristiges Ziel der geplanten Untersuchungsreihe ist die Entwicklung besserer Krankenversicherungsmodelle für arme Bevölkerungsgruppen, unter Einhaltung finanzieller Tragfähigkeit. Das Projekt basiert auf einer großflächigen kontrollierten Studie (RCT) in über 500 Dörfern in Pakistan, deren Projektdesign nicht nur Selektionsverzerrungen umgeht, sondern auch Externalitäten im Erwerb von Versicherungen als auch Verhaltensänderungen und deren Auswirkungen zu untersuchen erlaubt.

Arbeitsstand: 

Es wurden Baseline- und Follow-up-Daten in mehr als 500 ländlichen Dörfern Pakistans erhoben. Das Projekt erhebt weiterhin Daten zum zweiten Jahr der Versicherungsimplementierung. Erste Analysen zu Mustern im Nachfrageverhalten nach Gesundheitsversicherung wurden mit einem besonderen Fokus auf Adverse Selektion durchgeführt. Diese Analysen nutzen die existierenden Baseline-Gesundheitsdaten, sowie Informationen zur Nutzung von Gesundheitsleistungen und Versicherungsfällen während des ersten Jahres des Versicherungsschutzes.

Fact sheet

Finanzierung: 
DFG
Laufzeit: 
2015 bis 2018
Status: 
laufend
Datenart: 
Kundendaten einer pakistanischen Mikrofinanzorganisation
Geographischer Raum: 
Pakistan

Veröffentlichungen