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A Die europäischen Gesellschaften und ihre Integration: 

Die Integration der europäischen Gesellschaften steht vor globalen Herausforderungen genauso wie vor einem soziodemographischen Wandel. Der Arbeitsbereich A befasst sich schon von Anfang an schwerpunktmäßig mit der Entwicklung von Wirtschaftssystemen und Wohlfahrtsstaaten, mit sozialer Ungleichheit, die durch Bildung und Institutionen des Arbeitsmarktes geprägt wird, sowie mit sozialer Integration in ethnisch heterogenen Gesellschaften.

Das neue Forschungsprogramm konzentriert sich weiterhin auf die vergleichende Analyse von Lebensbedingungen und Lebenschancen in Europa, und zwar nicht nur aus soziologischer, sondern auch aus soziopsychologischer und wirtschaftlicher Perspektive. Das Neunte Forschungsprogramm betrachtet vor dem Hintergrund weiterer Herausforderungen durch fortschreitende Globalisierung und Europäisierung insbesondere die aktuelleren Folgen der Wirtschaftskrise seit 2008, die nicht nur individuelle gesellschaftliche Risiken verändert hat, sondern auch zu vermehrtem Reformdruck auf die Institutionen führte. Unsere Forschung widmet sich den Folgen internationaler Migration, demografischen Wandels und einer zunehmend heterogenen Bevölkerung. Sie möchte das soziologische Verständnis von langfristigen Prozessen und länderübergreifender institutioneller Vielfalt mit der Analyse aktueller sozio-demographischer Herausforderungen für die Integration der europäischen Gesellschaften verbinden. Das Forschungsprogramm strebt in analytischer und empirischer Hinsicht die Verbindung zweierlei unterschiedlicher Perspektiven an: der makroinstitutionellen mit der akteurspezifischen Perspektive auf Mikroebene; darüber hinaus zielt es darauf ab, soziale Prozesse und Mechanismen, die länderübergreifenden, zeitbezogenen und auf soziale Gruppen bezogenen Unterschieden zugrunde liegen, aufzudecken.
B Die politischen Systeme Europas und ihre Integration: 

Ziel der Projekte des Arbeitsbereichs B ist es, zu einem besseren Verständnis des demokratisch organisierten politischen Prozesses und seiner Entwicklung in Europa beizutragen. Einige Projekte untersuchen in vergleichender Perspektive unterschiedliche Aspekte der nationalen politischen Systeme und deren Wandel im Zuge der zunehmenden Integration Europas.

Andere Forschungsvorhaben befassen sich mit dem Regieren in Mehrebenensystemen und damit insbesondere mit dem politischen System der EU und seinen Kooperations- und Konfliktlösungsprozessen sowie deren Verhältnis zu politischen Einstellungen, Strukturen und Prozessen in den Mitgliedsstaaten.

Die drei Forschungsschwerpunkte innerhalb des Arbeitsbereichs B befassen sich mit der Beteiligung der Bürger am Prozess demokratischer Entscheidungsfindung und ihren Einstellungen zu politischen Inhalten und Prozessen (B1), der Bedeutung von politischen Institutionen wie Parteien sowie von Regierungen, Parlamenten und Abgeordneten für die politische Willensbildung (B2) und mit den wechselseitigen Abhängigkeiten und Einflussbeziehungen in Mehrebenensystemen, die sowohl die Handlungsweisen der Bürger als auch die der politischen Institutionen und Entscheidungsträger strukturieren können (B3). Mehrere Projekte sind eng in internationale Forschungsnetzwerke eingebunden. Zahlreiche Projekte zielen auch auf die Erzeugung innovativer Datensätze als öffentliches Gut für die nationale wie internationale Politikwissenschaft.

Liste der aktiven Forschungsprojekte