Der Einfluss von geographischen Persönlichkeitsunterschieden auf wirtschaftlichen Erfolg

Fragestellung/Ziel: 

Die räumliche Konzentration von wirtschaftlicher Aktivität und wirtschaftlichem Erfolg ist ein elementares Merkmal moderner Gesellschaften. Trotz immenser Forschungsbemühungen können klassische Modelle das Ent- und Fortbestehen räumlicher Disparitäten leider nur unzureichend erklären. Ein möglicher Grund, warum bestehende Modelle räumliche Disparitäten nur unzureichend abbilden können, ist die Vernachlässigung des kulturellen Rahmens, in den wirtschaftliches Handeln eingebettet ist. Obgleich mehrere regionalökonomische Modelle und Theorien dem kulturellen Kontext in der Tat eine prominente Rolle zuweisen war es lange unmöglich, kulturelle Unterschiede verlässlich zu erfassen. Neuartige Forschung an den Schnittstellen von Ökonomie, Wirtschaftsgeographie und Psychologie hat in den letzten Jahren Erfolge darin erzielt, theoretisch postulierte Kulturunterschiede auch empirisch offenzulegen. Konkret zeigt diese Forschung auf, dass neben Individuen auch geographische Räume eine „Persönlichkeit“ besitzen. Das Projekt macht sich die neuartigen Datenquellen und Erkenntnisse der geographischen Psychologie zunutze und untersucht erstmals umfassend den Einfluss von geographischen Persönlichkeitsunterschieden auf wirtschaftlichen Erfolg. Konkret erfolgt in drei Arbeitspaketen eine Untersuchung der Bedeutung von geographischen Persönlichkeitsunterschieden für den wirtschaftlichen Erfolg von Ländern, Regionen und Unternehmen.

Fact sheet

Finanzierung: 
Vestische Forschungsstiftung
Laufzeit: 
2019 bis 2020
Status: 
laufend
Datenart: 
Sekundärdaten
Geographischer Raum: 
Weltweit

Veröffentlichungen