Die sozialen Folgen befristeter Beschäftigung und Arbeitslosigkeit in Europa

Fragestellung/Ziel: 

Befristete Beschäftigung wird als Instrument der Arbeitsmarktflexibilisierung zur Reintegration von Arbeitslosen propagiert. Während es eine umfangreiche Forschungsliteratur gibt, die zeigt, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse im Vergleich zu unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen mit Nachteilen verbunden sind, existieren kaum Studien, die die Folgen befristeter Beschäftigung im Vergleich zur Arbeitslosigkeit untersuchen. Auf Basis von Längsschnittdatenanalysen zielt dieses Forschungsprojekt auf (1) die Identifikation des kausalen Effekts der Arbeitslosigkeit auf soziale Exklusionsprozesse in einer dynamischen Lebenslaufperspektive. Hierbei werden insbesondere Folgen für die individuelle Erwerbskarriere und Armutsrisiken analysiert. (2) Es wird überprüft, ob es mittels befristeter Verträge gelingt Arbeitslose kurz- und langfristig zu (re-)integrieren. (3) Im Rahmen eines west- und osteuropäischen Vergleichs sollen Arbeitsmarktinstitutionen, Wohlfahrtsregime und Familienregime identifiziert werden, welche die individuellen Folgen von Arbeitslosigkeit und befristeter Beschäftigung jeweils abmildern bzw. verstärken.

Arbeitsstand: 

Ein Antrag auf Drittmittelförderung wurde eingereicht, aber abgelehnt. Der Antrag wurde überarbeitet und wird zurzeit für eine neue Einreichung vorbereitet. In der Zwischenzeit wurden erste Ergebnisse dieses vielversprechenden Forschungsprojekts in 4 SSCI-geführten Zeitschriftenartikeln und 1 Diskussionspapier veröffentlicht sowie auf 17 nationalen und internationalen Konferenzen präsentiert.

Fact sheet

Finanzierung: 
MZES
Laufzeit: 
2011 bis 2014
Status: 
beendet
Datenart: 
EULFS, EU-SILC und nationale Haushaltspanel (z.B. SOEP, BHPS/Understanding Societies, SHP)
Geographischer Raum: 
West- und Osteuropa

Veröffentlichungen