Dualisierung oder Individualisierung sozialer Risiken in Europa? Soziale Absicherung durch Tarifverträge und Sozialpolitik seit Beginn der Krise 2008

Fragestellung/Ziel: 

Das Projekt untersucht, wie sich die soziale Absicherung von Erwerbsrisiken durch Tarifverträge und Sozialpolitik seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 in verschiedenen europäischen Ländern entwickelt hat. Die zentrale Frage ist, ob es in dieser Hinsicht eine Tendenz zur Dualisierung oder Individualisierung sozialer Risiken gibt und wie sich mögliche Unterschiede zwischen den Ländern erklären lassen. Der Fokus ist dabei auf die Wechselwirkungen zwischen der industriellen Arena (Tarifverträge) und der Arena der Sozialpolitik (wohlfahrtsstaatliche Leistungen) gerichtet. Im Mittelpunkt steht die Absicherung von Risikogruppen in diesen Systemen und deren Auswirkungen auf die Beschäftigungs- und Einkommenssituation dieser Gruppen. In dieser Hinsicht wird Deutschland mit Ländern verglichen, deren Systeme der Tarifverträge und sozialen Sicherung typische Variationen und verschiedene Kombinationen aufweisen.

Das Projekt untersucht drei zentrale Fragen:

  1. Entwickelt sich die Absicherung sozialer Risiken in europäischen Wohlfahrtsstaaten in Richtung einer Dualisierung oder Individualisierung?
  2. Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen den Systemen der Tarifverträge und der Sozialpolitik im Hinblick auf die Absicherung von Risikogruppen?
  3. Welchen Einfluss hat die Krise seit 2008 auf diese Entwicklungen?

 

Fact sheet

Laufzeit: 
2015 bis 2018
Status: 
geplant
Datenart: 
EU-SILC sowie verschiedene internationale und nationale Datenquellen
Geographischer Raum: 
Deutschland und andere europäische Länder

Veröffentlichungen