Verhandlungen und Tausch in sozialen Netzwerken: Verhandlungsergebnisse und strukturelle Dynamiken

Fragestellung/Ziel: 

Seit etwa zwei Jahrzehnten erklären Tauschtheorien Tauschergebnisse als das Resultat von bilateralen Verhandlungen über die Verteilung eines perfekt teilbaren Überschusses (z.B. Geld). Diese Theorien zeigen, wie sich die strukturellen Positionen in einem Verhandlungsnetzwerk auf das Ergebnis eines Tausches zwischen benachbarten Akteuren auswirken. Machtungleichheiten aufgrund von unterschiedlichen strukturellen Positionen manifestieren sich demnach in den ausgehandelten Verteilungen von Gewinnen und zumindest teilweise auch in den tatsächlichen Tauschmustern zwischen verbundenen Akteuren. Jedoch ist der alleinige Fokus auf die Struktur aus theoretischer Sicht unbefriedigend und erleichtert das Verstehen und Erklären von Verhandlungsergebnisse in der realen Welt (z.B. Lohnverhandlungen oder die Teilung der Gewinne aus Joint-Ventures) kaum. Das Projekt zielt darauf ab Eigenschaften zu identifizieren die eine allgemeine Theorie von Tauschnetzwerken aufweisen sollte. Es soll mit experimentellen als auch mit nicht-experimentellen Daten die Wirkung der strukturellen, normativen, individuellen und situativen Faktoren auf Tauschergebnisse untersucht werden. Zusätzlich soll auch die langfristige Dynamik von Verhandlungsnetzwerken erforscht werden.

Arbeitsstand: 

Der Projektantrag wurde von der DFG abgelehnt. Eine überarbeitete Version wird Anfang 2017 erneut bei der DFG eingereicht. Zusätzlich zu den 2015 durchgeführten Experimenten wurde 2016 ein drittes Experiment durchgeführt. Die Daten werden aktuell analysiert und Manuskripte sind in Vorbereitung.

Fact sheet

Finanzierung: 
MZES
Laufzeit: 
2014 bis 2018
Status: 
in Vorbereitung
Datenart: 
Laborexperimente, Surveydaten
Geographischer Raum: 
prinzipiell unbeschränkt, Datensammlung in Deutschland

Veröffentlichungen