Wahrnehmung, Verbreitung und Folgen alltäglicher Diskriminierung

Fragestellung/Ziel: 

Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten einen Wandel von einer weitgehend ethnisch homogenen Bevölkerung zu einem immer vielfältiger werdenden Zielland für Migranten aus aller Welt begonnen. Viele Neueinwanderer kommen aus kulturell und religiös unterschiedlichen Gesellschaften. Wie können sie sich erfolgreich in die deutsche Gesellschaft integrieren? Ein Haupthindernis für eine erfolgreiche Integration sind Diskriminierungserfahrungen. Während die negativen Auswirkungen der Diskriminierung auf dem Arbeits- oder Wohnungsmarkt auf die körperliche und geistige Gesundheit gut dokumentiert sind, können selbst viel subtilere Formen der Diskriminierung zu negativen gesundheitlichen Ergebnissen und einer geringeren Lebenszufriedenheit bei Einwanderern und ethnischen Minderheiten führen. Dieses Projekt untersucht mittels Umfragen und Feldexperimenten die Auswirkungen alltäglicher Diskriminierung oder subtiler, unbeabsichtigter Verhaltensunterschiede von Angehörigen einer einheimischen Mehrheit im Umgang mit Angehörigen von Minderheiten. Alltägliche Diskriminierung stellt heute möglicherweise die häufigste Form der Diskriminierung dar, da veränderte gesellschaftliche Normen eine offene Diskriminierung mittlerweile erschweren. Alltägliche Diskriminierung zu verstehen ist daher ein Schlüssel zum Verständnis der Erfahrungen von Einwanderern und ethnischen Minderheiten im heutigen Deutschland und kann auch dazu beitragen, Unterschiede in Bezug auf Wohlbefinden und Integrationsergebnisse zu erklären.

Fact sheet

Finanzierung: 
MZES
Laufzeit: 
2020 bis 2026
Status: 
in Vorbereitung
Datenart: 
neue Datenerhebung (Umfragen, Feldexperimente)
Geographischer Raum: 
Deutschland

Veröffentlichungen