Im weltweiten Vergleich haben junge Frauen in muslimischen Ländern Nordafrikas und des Mittleren Ostens die schlechtesten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das zentrale Ziel des geplanten Forschungsprojekts ist die Identifikation von Einflussfaktoren auf die Arbeitsmarktchancen von jungen Frauen in den muslimischen Ländern Nordafrika und des Mittleren Ostens, wobei sich die Detailstudien auf Ägypten, Aserbaidschan, Jordanien, Iran, Syrien und die Türkei beschränken. Aufbauend auf einem theoretischen Mikro-Makro-Modell sollen mit Hilfe repräsentativer Mikrodaten neue Erkenntnisse über die kausalen Wirkungen und Wechselwirkungen der einzelnen Erklärungsfaktoren auf der individuellen, familiären und gesellschaftlichen Ebene gewonnen werden. Auf der Mikroebene soll insbesondere die Rolle der Bildung, sozialer Netzwerke, der Herkunftsfamilie und der eigenen Familiengründung untersucht werden. Durch den Ländervergleich kann überprüft werden, inwieweit gesellschaftliche Makrobedingungen, wie zum Beispiel der ökonomische Entwicklungsstand, die Arbeitsmarktstrukturen und die durch Religion und Staat bestimmten kulturellen Werte und (gesetzlich verankerten) Normen die Zusammenhänge auf der Mikroebene bedingen.