Betreuungswahl und Müttererwerbstätigkeit

Fragestellung/Ziel: 

Die empirische Bildungsforschung findet durchweg, dass sich eine frühzeitige, institutionelle Kinderbetreuung positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Dabei kann die Entscheidung bezüglich der Betreuung des Kindes niemals getrennt von der Erwerbstätigkeit der Mutter betrachtet werden. Die wichtigsten Erklärungsfaktoren für beide Entscheidungen lassen sich kontextuellen Rahmenbedingungen, Einstellungen und dem sozioökonomischen Hintergrund zuordnen. Das Projekt geht deshalb der Frage nach, wie sich speziell kontextuelle Bedingungen auf beide Entscheidungen auswirken. Der Kontext umfasst besonders bundeseinheitlich geregelte Gesetze. Einzig die Kindergartengesetzgebung unterliegt der Landeshoheit, so dass konkret diese Einflüsse auf beide Entscheidungen unter Konstanthaltung wichtiger familienpolitischer Gesetzgebungen und individueller Erklärungsfaktoren analysiert werden können. Hinzu kommt, dass in Rheinland-Pfalz seit August 2010 bereits für 2- jährige Kinder ein Rechtsanspruch auf einen kostenlosen Kindergartenplatz besteht. Daher soll ein längsschnittlicher Datensatz erhoben werden, der alle individuellen und kontextuellen Erklärungsfaktoren erfasst und somit eine theoretische Konkretisierung ermöglicht. Mit Hilfe der erhobenen Entscheidungsalternativen ergeben sich dafür bisher einzigartige Erklärungsmöglichkeiten. Zusätzlich soll am Beispiel der Betreuungskosten analysiert werden, wie sich diese auf die beiden Entscheidungen auswirken.

Fact sheet

Finanzierung: 
DFG
Laufzeit: 
2012 bis 2015
Status: 
canceled
Datenart: 
Primärerhebung
Geographischer Raum: 
Deutschland

Veröffentlichungen