Bildungskarrieren und soziale Ungleichheit – Eine ländervergleichende Analyse des Einflusses der sozialen Herkunft auf Bildungswege im Hochschulsystem und deren Arbeitsmarktrenditen

Fragestellung/Ziel: 

Das Projekt untersucht in zwei Teilfragestellungen den Einfluss der sozialen Herkunft auf verspäteten Bildungserwerb. Die erste Teilfragestellung beschäftigt sich damit ob die soziale Herkunft von jungen Erwachsenen eine Rolle bei der Entscheidung spielt, unter bestimmten situativen Bedingungen am Arbeitsmarkt mit der Rückkehr in das tertiäre Bildungssystem zu reagieren. Um zu klären, welche Bedeutung "verspätet" erworbene Bildung für die Vererbung sozialer Positionen über Generationen hinweg hat, untersucht die zweite Teilfragestellung ob die Renditen von Hochschulbildung dadurch beeinflusst werden, auf welchem Bildungsweg sie erworben wurden. Zu diesen Fragen werden Sekundärauswertungen von Längsschnittdaten durchgeführt. Von besonderer Bedeutung ist die Untersuchung der Rolle institutioneller Randbedingungen für den Ablauf der Prozesse auf der Mikroebene. Um den Einfluss dieses Rahmens individueller Entscheidungen zu untersuchen, werden Analysen für drei Länder durchgeführt und verglichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem deutschen Kontext, Vergleichsländer sind Schweden und die USA.

Arbeitsstand: 

Um den Einfluss der Bildungssysteme auf späte Bildungsentscheidungen zu untersuchen wurden Mikrodaten aus Schweden, Deutschland und den USA für die Untersuchung der Fragestellung aufbereitet und ausgewertet. Dabei lag im abgelaufenen Jahr der Schwerpunkt auf der Untersuchung der Erträge für unterschiedliche Verlaufsmuster der Bildungsbiographie. Die Analysen wurden abgeschlossen und auf internationalen Konferenzen vorgestellt Derzeit steht daher die Dokumentation und Publikation der Projektergebnisse im Vordergrund.

Fact sheet

Finanzierung: 
BMBF
Laufzeit: 
2010 bis 2013
Status: 
beendet
Datenart: 
Lebensverlaufsdaten
Geographischer Raum: 
Deutschland, Schweden, USA

Veröffentlichungen