Das Projekt soll im Auftrag der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) die Mechanismen und Bedingungen der Entstehung ethnischer Unterschiede in Bildungsbeteiligung, schulischen Leistungen und Abschlüssen klären bzw. Felder aufdecken, in denen bisher eine solche Klärung nicht vorliegt. Der Hintergrund ist die Absicht, für die öffentlichen und politischen Diskussionen den Stand der wissenschaftlich belastbaren Zusammenhänge zu dokumentieren und damit für eventuelle Maßnahmen eine hinreichend starke Begründung über vorhandene kausale Effekte zu liefern. Die Stellungnahme wird sich auf die Dokumentation des einigermaßen gesicherten Wissenstandes, die Identifikation bisher offener Felder, einige in der Öffentlichkeit ausgetragene Kontroversen und die Nachweise der Effektivität bestimmter Maßnahmen konzentrieren, etwa die Frage nach den Auswirkungen der Bildungssysteme, den Effekten des Vorschulbesuchs, sozialer und ethnischer Konzentrationen oder spezielle Fördermaßnahmen wie Sprachförderung, Sommerschulen oder "multikulturelle" Programme.